DIE SUCHE NACH DEM HÖHEREN SELBST

von Dr. Marian Wasilewski

Als vor etwa zwei Jahren die polnische Monatszeitschrift Nieznany Świat (Unbekannte Welt) einen meiner Artikel veröffentlichte, erschien darin gleichzeitig auch eine kurze Bejahung. Diese beinhaltete eine synthetische Zusammenfassung aller Ergebnisse meiner langjährigen Suche nach der Wahrheit. Darf ich sie hier ungekürzt wiederholen:

Ich befinde mich bereits im achten Lebensjahrzehnt und möchte ein Geschenk teilen, welches ich während der letzten dreissig Jahre gefunden habe. Das Geschenk heisst Ziel, im Sinne von Zweck und ohnedessen ist das leben schwierig. Die Menschen fragen sich manchmal: Wer bin ich und was ist mein Ziel?Lieber Freund, denk mal bitte ruhig an jedes Wort dieser Bejahung, besonders dann, wenn das Leben Dir einen Strich durch die Rechnung macht.

Bejahung des höheren Selbst

Mein Beschützer, Leiter und Lehrer. Du hilfst mir, meinem Willen nach zu leben und erteilst gegebenenfalls meinem Leben Führung. Du bist bei mir, obwohl Du Dich räumlich und zeitlich woanders befindest. Ich traue Dir und liebe Dich, denn wir sind eins.

Meine Intuition öffnet mir die Tür zur Wahrheit. Mich beglückt das Leben, die Schönheit der Welt und meine gute Gesundheit. Ich bin humorvoll und pflege meinen Körper. Ich esse vernünftig und achte auf Gewicht und Kondition. Ich rauche nicht mehr und verwende verhältnismässig wenig Stimuliermittel, obwohl ich sie nicht total vermeide. Ich schätze mein Familienleben. Ich erhalte Gleichgewicht zwischen den Prinzipien des Konsumententum und der Kreativität.

Unsere materiellen Bedürfnisse sind ja relativ leicht zu erfüllen. Soweit dies möglich ist, versuche ich allerzeit, die eventuellem negativen Folgen meiner Aktivitäten wieder gut zu machen (auf dieser Welt unbescholten zu leben ist nämlich schwierig), brüte aber nicht darüber.

Mein Herz ist friedlich. Ich umhülle Leben und Existenz in Gefühle der Wärme und der Freundlichkeit. Ich fühle mich mit meiner Umgebung verbunden. Ich empfinde das Schicksal anderer Menschen. Ich freue mich über ihren Erfolg und helfe gerne, wenn möglich und notwendig, mische mich aber nicht unerwünscht in ihren Willen ein, es sei denn, sie begehen ganz offensichtlich grobe Fehler. Der freie Wille ist ja das Fundament des stabilen Seins. Ich weiss auch: Mangel an Liebe ist die Ursache der Angst, dieser Wurzel der zerstörerischen Kräfte in der persönlichen und sozialen Sphäre.

Zusammen bilden wir beide ein untrennbares, unsterbliches, holistisches und immerwährend lernendes Teilchen des ALLS, ein vereinigendes und Lebensfreude geniessendes Bewusstsein.

Darf ich jetzt erzählen vom Weg, der mich zur Bejahung des Höheren Selbst geleitet hat, und den Leser ganz zu Anfang bitte mit ein paar Einzelheiten über mich selbst langweilen. Als Kind hatte ich bestimmte mir unverständliche Erlebnisse, welche mir meine spätere Erziehung erfolgreich aus dem Kopf schlug. Während der “Rebellionsphase” in den Schuljahren wies ich die Dogmen der katholischen Religion ab, in der ich geboren und erzogen wurde, “formte” mich selbst langjährig in der Mange des dialektischen Materialismus, und erlebte endlich eine innere Umwandlung. Dies fing damit an, dass ich 1964 operiert wurde; damals wurde ich wahrscheinlich wieder belebt, obwohl mir niemand diesbezügliche Information gab. Ich erinnerte mich an ein paar Kleinigkeiten, traute mich aber nicht, sie jemandem mitzuteilen. Meine Weltanschauung war damals ausgesprochen materialistisch, und ich befürchtete, mit meiner Offenbarung nicht ernst genommen zu werden. Heutzutage befürchte ich solches nicht mehr.

Ich befand mich in irgendeinem hintergrundlosen Raum, von wasserdampfartigem Nebel umhüllt. Ich fühlte mich leicht und freudig. Ich schreitete–und der Nebel schien sich zu zerstreuen. Ich wusste, dass mich etwas fabelhaftes erwarte, nicht aber, was dies sein könnte. Plötzlich hörte ich eine strenge Männerstimme, die sinngemäss sagte “Halt’ ihn zurück” (der genaue Wortlaut ist mir entkommen), und alles verschwand. Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass diese Erscheinung echt war.

Der erste Weltkongress der Psychotronik fand 1973 statt in Prag, in der damaligen Tschechoslowakei. Ich las einen langen Artikel darüber in der Presse und fand danach keine Ruhe. Ich suchte Lesezuflucht in der Philosophie, Psychologie und Psychiatrie, denn ich bangte um meine seelische Kondition. Dann zog ich nach Breslau, besuchte aber monatlich Warschau, um an den Versammlungen des Psychotronikkreises teilzunehmen. Ich hörte verschiedene Vorlesungen, welche vom Polnisch-Indischen Freundschaftsvereins organisiert wurden, unternahm Yogaübungen, besuchte Seminare, z.B. Zen, und war 1975 beim Zweiten Weltkongress der Psychotronik in Monte Carlo zugegen.

Meine Weltanschauung nahm Gestalt an und ich fand ruhevolle Selbstversöhnung. Ich verstand vieles und wollte es anderen mitteilen, daher die Bejahung. Dennoch wusste ich, dass die Sprache die Erlebnisse eines Menschen nicht vollkommen wiedergeben kann. Mythos und Kunst sind hilfreich, und daher fand ich den Inhalt der WingMakers-Seiten am Internet so überzeugend (FlügelMacher: www.wingmakers.com).

Ausserdem drängen WingMakers den Intellekt bis zu den Grenzen des Menschenmöglichen. Dies gefällt mir, und ich möchte es nutzbar machen. Auf dem Fundament der mir bekannten paranormalen Phänomene, und unter Gebrauch der Weisheit des Orients und der Esoterik, habe ich einige Arbeitsaxiome erreicht, welche die deduktive Gültigkeitserklärung von konkreten Erlebnissen und Tatsachen ermöglichen. Die Hauptsperre des Intellekts kommt vom Widerspruch in Bezug auf die Begriffe Zeit und Raum. Die Sprache schränkt uns noch enger ein. Wie bekannt gründet die lexikographische Substanz hauptsächlich auf Sinneserlebnissen, Gefühlen und Gedankengängen und benutzt dafür die klassische Denklehre. Sie kann mehrdeutig ausfallen. Zum Beispiel wird das Wort “Geist” in so vielen Bereichen und Bedeutungen benutzt, dass man sich manchmal wundert, ob es überhaupt gebraucht werden soll. Jedoch können wir versuchen, die Bedeutungen zu ordnen.

Also zurück zu den o.g. Axiomen: der Geist ist die höchste unveränderliche Substanz, welche vom Intellekt nicht wahrgenommen werden kann, das Absolute. Der Geist zeigt sich hauptsächlich in der Ur-Dualität. Die Offenbarung des Geistes ist nicht der Geist selbst, sondern die Erste Quelle, sie ist wandelbar und kann vielleicht im Entfaltungsvorfahren der menschlichen Entwicklung wahrgenommen werden.

Die Elemente der Ur-Dualitat sind das kosmische Bewusstsein (KB) und Urmaterienenergie (UME). Diese Elemente sind gegenseitig verbunden, sodass KB und UME nicht vereinzelt existieren können. Beide Elemente der Ur-Dualität haben einander entgegengestellte Haupteigenschaften.

Die Haupteigenschaften des KB sind Ursprungsintelligenz, schöpferische Erfindung (z.B. die Einbildungskraft), Unveränderlichkeit (zeitlose Existenz), Raumlosigkeit (nimmt keinen Platz inne) und die Fähigkeit, holistische Monaden hervorzubringen (Wesen, Höheres Selbst, Seelen). Diese Fähigkeit zeigt sich im Vorgang der gegenseitigen Verbindung mit PE. Vielleicht ist dies mit der physischen Eigenschaft der Zähflüssigkeit verwandt.

Die Haupteigenschaften der UME sind denen des KB entgegentestellt und lauten wie folgt: die Attribute von Zeit und Raum, die Abwesenheit von Intelligenz und schöpferischer Erfindung, Pluralität und Chaostendenz.

Es fällt einem leichter, sich den holistischen Zug der Monade vorzustellen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sogar ein kleines Teil eines Hologramms das gleiche Bild beinhaltet wie die ganze Fotografie. (Ganz allgemein: wenn wir die Eigenschaften eines Stoffes kennenlernen und dessen Entgegenstellung herstellen, sammeln wir ein Wissensreichtum in Bezug auf die Eigenschaften des Bewusstseins.)

Da es Monaden hervorbringt, verbindet sich KB mit UME und erschafft materielle Formen. Daher die Erschaffung der Elementarpartikeln, die sich dann in Atome, Elemente, chemische Zusammensetzungen usw. verbinden. Diese Entwicklung wird durch die Monaden zustandegebracht, welche nach Wiedervereinigung mit der Urquelle streben. *** Sodurch bekommen das Leben und die physische Evolution der Gattungen ihren Start. Ziel der Monaden ist also die Wiedervereingigung mit sich selbst und mit der Urquelle als dem Persönlichen Gott, dem sie den Reichtum des materiellen Erlebnisses schenken.

Wir müssen zugeben, dass der hierin beschriebene Vorgang den trügerischen Siegel des Materiellen aufweist, da er ausserhalb der Zeit oder in einem veränderten Zeitzusammenhang vorkommt. Es ist, als ob alles immerwährend und immer gleichzeitig passierte, aber nicht in gleicher Weise. Der Intellekt ist nicht imstande, dies zu verstehen.

In dieser Bedeutung möchte ich betonen, dass jede Monade ein “Fragment” des Persönlichen Gottes ist. C.G. Jung sprach vom “höheren Selbst” als dem Gottesbild (Imago Dei) innerhalb der Menschen, aber nicht Gott selbst. Ich glaube, er wollte jeglichen Konflikt mit der Theologie vermeiden, denn dies hätte vielleicht seine wissenschaftlichen Errungenschaften gänzlich zerstört.

Das hier vorgestellte axiomatische System muss weder wahr noch einzig sein, wirft aber Licht auf den ganzen Offenbarungsvorgang. Es leitet sich vom Buddhismus her. Die christliche Religion hat ein anderes System, welches den Begriff “Geist” (das Absolute) verbindet mit der Urquelle, der jegliche Eigenschaft des Geistes zugeschrieben wird. Darf ich hier an eine (meines Erachtens bedauernswerte) Aussage Johann Paulus II. erinnern: er nannte den Buddhismus eine atheistische Religion, weil es keinen Persönlichen Gott als Höchsten Gegenstand besitzt. Später hat er sich klugerweise entschuldigt und die Meinung zurückgenommen, und der Ökumenismus erlitt nicht daran.

Das christliche System nähert sich möglicherweise eher an die Wahrheit als das buddhistische System. Die WingMakers akzeptieren es teilweise selbst. Die Unergründlichkeit schrumpft nämlich zusammen im Licht der mehrwertigen Logik, welche genau wie in der Physik die virtuelle Verschiebung ermöglicht (unter Nichtbeachtung des konstanten Weges, der wir vielleicht in der Zukunft ein Verständnis der vielräumigen und ausserzeitlichen Vorgänge verdanken werden). Interessanterweise stellt die christliche Ikonographie den Heiligen Geist als Taube vor, obwohl der Katechismus die Dreifaltigkeit eines einzigen Gottes predigt. Im Evangelium nach Matthäus (12:31) lesen wir: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider dem Geist wird den Menschen nicht vergeben.

Das auf Axiome gegründete deduktive Wahrnehmungssystem ist in vielen exakten Wissenschaftsbranchen sehr nützlich. Zum Beispiel funktioniert die euklidische Geometrie in der Praxis und sogar in der Raumfahrt ausgezeichnet. Dies schliesst aber nicht unbedingt die Entwicklung anderer nicht-euklidischen Geometrien aus, dessen Fundamente aus anderen Axiomgruppen bestehen. Die Algebra funktioniert auch gut genug im Leben, aber die Komputertechnologie wäre wahrscheinlich nicht erfunden worden ohne G. Booles Algebra mit ihren andersartigen Axiomgruppem.

Jetzt möchte ich gerne meine Meinung über Phänomene vortragen, welche als paranormal gelten. Grob vereinfachend kann man sagen, der Geist regiere die Materie. Wenn die Monade, als ein “Partikel” von Gott, die Materie nach ihrer Vorstellung und ihrem Willen formt, dann könnten die Menschen die gleiche Fähigkeit besitzen, falls sie das Niveau des kosmischen Bewusstseins erlangen. Die dreidimensionale “Schachtel” der physischen Welt ist jedoch sehr hermetisch, und unter irdischen Umständen sind nur sehr wenige Menschen dazu fähig. Wir könnten hier Sai Babas Grosstaten erwähnen. Ich halte aber solche Menschen für zahlreicher, nur dass sie ihre Möglichkeiten verschweigen. Jesus konnte physische Gegenstände verwandeln oder gar erschaffen, z.B. Brotlaibe oder Fische vermehren und Wasser in Wein verwandeln, und ausserdem Lazarus auferstehen lassen. Vielleicht bedeutet dies einen Rückgriff ins subatomische Netz (den Hintergrund?) der Energie und dessen empfänglichkeit für die Vorstellung und den Willen des kosmischen Bewusstseins.

Neulich las ich in einem Channelling-Artikel, dass ein Mensch sich auf einen Gegenstand oder einen Gedanken maximal nur wenige Sekunden lang konzentrieren kann, allerhöchstens zehn oder vielleicht etwas mehr. Was als Befreiung oder Liberation gilt, bedarf jedoch mindestens zwanzig Sekunden, was vielleicht den Schlüssel zum kosmischen Bewusstsein reicht. Das Leben ist aber nicht so unkompliziert. Nichtdestoweniger können wir vermuten, dass das gesamte Paranormale auf einem Fundament ruht, welches aus der Fähigkeit der Konzentration und schöpferischen Einbildungskraft besteht.

Dies hat zwar den Anschein der Einfachheit, ist aber praktisch fast unerreichbar. Das Hindernis ist die Sperre des aufs Überleben eingestellten genetischen Bewusstseins, wie in jeder einzelnen Zelle des menschlichen Körpers verschlüsselt. Das höhere Selbst (Supra-Bewusstsein?) hilft dieses Hindernis zu überwinden, da das Ich bewusst Beihilfe leistet.

Wie sieht es nun aus mir dieser bewussten Beihilfe? Sie erschwert sich bei der Unwissenheit, von egoistischen Gefühlen und Trieben dauerhaft gemacht. Das Ich versucht, den weg zum Höheren Selbst zu finden und langt deswegen oft zur Zauberei in einem Griff nach dem “Strohhalm” der Liebe. Das Gebet ist wahrscheinlich der gewöhnlichste Ausdruck der Zauberei. Die Hierarchie leitet diesen Weg durch religiöse Organisationen, welche jedoch den Herdentrieb der in der menschlichen Psyche verschlüsselten Angst ausnutzen; dadurch wird die “göttliche Durchdringungskraft” des Ichs entkräftet.

Die WingMakers stellen zwei Modelle der Existenz für die gegenseitigen Verbindungen und das Schicksal der menschlichen Rasse vor. Diese sind:

- Das Evolutions/ Errettungs-Modell

- Das Transformations/ Meisterschafts-Modell.

Im Essai Modelle der Existenz lesen wir in deutscher Übersetzung im Internet: Jeder Mensch entwickelt sein Glaubenssystem von dem einen oder anderen der beiden Modellen der Existenz. Das Evolutions/ Errettungs-Modell ist das vorherrschende Modell und wird von der Hierarchie öffentlich verbreitet. Seine grundsätzliche Lehre ist, dass Leben sich durch die Lehrer/ Schüler-Methode der Hierarchie entwickelt und dass der menschlichen Rasse verschiedene Lehrer (Erretter) präsentiert werden, die es ermöglichen, dass sich Unterhierarchien entwickeln und Informationen kontrollieren. In diesem Vorgehen werden die Individuen entkräftet und von ihrer Selbständigkeit getrennt

Die grundsätzliche Lehre für den Fall des Transformations/ Meisterschafts-Modelles besteht darin, dass das Wesen unbegrenzt, unsterblich und selbständig ist. Sämtliche Information fliesst von der Ursprungsintelligenz zu dem Wesen und es liegt deswegen in der Verantwortung des Wesens, selbsterleuchtet und selbstbefreit zu werden, indem es sich selbst auf die Ursprungsintelligenz einstimmt und sich von der Hierarchie abkoppelt. Jeder wird sein eigener Meister und jeder transformiert das menschliche Sein zu einer Höchsten Vollständigkeit innerhalb des Rahmens von Zeit und Raum.

Sehen wir uns nun das Transformations-Meisterschafts-Modell noch einmal an. Im Rahmen dieses Modells können wir zwei Hauptwege unterscheiden: der Yoga-Weg und der Huna-Weg.

Der Yoga-Weg bereitet den Menschen auf die Vereinigung mit Gott vor. Dies fängt mit der moralischen Erziehung an, welche als notwendige Einleitung gilt. Die dominierende Mantra in allen Yoga-Formen lautet Ich bin. Dies führt zur Vereinigung mit dem Persönlichen Gott, diesem “Destillat” des Kosmischen Bewusstseins, dieses ausgezeichneten Flakons aus dem “Ton” des Kosmischen Bewusstseins, worin sich alle Erfahrungen der Monaden-Wesen befinden. (Ich bitte um Entschuldigung für die Umwälzung des Vergleichs des Hermes Trismegistus, dass das Oben–der Geist–analog dem Unten–der Materie–sei).

Der Huna-Weg ist ein “Kurzweg”, der nicht viel von moralischer Erziehung hält, da das göttliche Höhere Selbst “unvermeidlich” Gott erreichen wird. Die dominierende Mantra ist ein unpersönliches Sein. Sie führt zur Vereinigung mit dem Kosmischen Bewusstsein, aber nicht notwendigerweise sofort mit Gott. Obwohl nicht mit Gott vereinigt, haben die “ungeläuterten Wesen” viel Macht über die Materie. Da sie nicht von egoistischen Begehren (vom Ego, also vom Ich) abgeschnitten sind, sind sie der grossen Verführung der Erhaltung der individuellen Existenz ausgesetzt. Unterliegen sie dieser Verführung (d.h. falls sie nicht ein Ans-Licht-Bringen während ihrer Begegnung mit Steiners Zweiter Portalwache betreiben), verändern sie sich in “krebsähnliche Zellen”. Sie treiben sich herum und stiften Ungutes, was nicht nur ihrer eigenen Gattung Leiden verursacht.

Jedoch ist das wahrscheinlich nicht die ganze Wahrheit. Vielleicht können sich manche dieser “Krebszellen” untereinander vereinigen, z.B. in Luzifer-Form, und Welten erschaffen aufgrund der bekannten Nahrungskette der Natur. Dies könnte überlebungseingestellte Systeme schaffen.

Manche Leute sagen sicher, was ich geschrieben habe sei ausgesprochene Ketzerei oder fiktiver Blödsinn. Dies wundert mich nicht. Trotzdem halte ich mich für religiös, obwohl ich glaube, dass Religionsdogmen als Platzhaltermythologie fungieren für eine noch nicht allgemein verständliche Wahrheit. Mangelnder Kontakt mit dem höheren Selbst bringt die Angst hervor, diese Wurzel des Bösen und des Leidens. Die Worte des Papstes sind so heilig und tiefsinnig: Fürchtet Euch nicht.

Darf ich ein paar Worte zur menschlichen Würde beitragen. Der Autor ist mir unbekannt, aber sie wurden von Pico de la Mirandola übersetzt:

Ich habe Dir keinen bestimmten Ort, kein eigenes Antlitz, und keine Gabe für Dich allein geschenkt, o Adam, damit Du immer dein eigenes Antlitz, deinen Ort, und deine Gaben begehren mögest, und sie somit erobern und besitzen. Die Natur ist von Begrenzungen bestimmt und gehorcht demgemäss den von mir verkündigten Gesetzen. Du hast aber keine Begrenzungen ausser Deinem eigenen Verstand, in dessen Schutz ich Dich aufgegeben habe; Du selbst bestimmst die Natur. Ich stellte Dich mitten in die Welt, damit Du besser sehen kannst, was es darin gibt. Ich erschuf Dich weder himmlisch noch irdisch noch sterblich noch unsterblich, damit Du, Deinem Willen und und Deiner Würde folgend, Deine Form nach eigenem Ermessen selbst bestimmen mögest, wie ein guter Maler oder ein geschickter Bildhauer. “Oratio de hominis dignitate.”

Ich erinnere mich auch an eine Aussage von Nisargadatta Maharay, oder vielleicht Raman Maharishi, aus meiner Erinnerung sinngemäss umschrieben:

Es ist gar nicht falsch, die Welt reparieren zu wollen. Die Welt ist aber so, wie sie sein soll. Repariere Dich lieber selbst. Nur indem Du Dich selbst reparierst, kannst Du zur Reparatur der Welt beitragen. Wenn die Zeit richtig ist, erscheinen Menschen mit Wissen und Macht und reparieren die Welt.

Vielleicht bekommen wir solche Menschen bald zu sehen.

Übersetzung: Dr. Alexandra Chciuk-Celt (ausser dem Internet-Zitat)